Die Dana I im Test!

Dana I

Ich durfte die Dana I testen, vielen Dank dafür an ime-dc.

Derzeit nutze ich die Dana RS und loope damit zusammen mit dem G6 und AAPS.

Bevor man sich derzeit eine neue Pumpe verordnen lässt, muss man sich genau überlegen, was man möchte. Inzwischen gibt es auf dem Markt ja verschiedene AID Systeme, die offenbar gute Dienste leisten. Als Diy-Looper ist man aber natürlich ziemlich verwöhnt. Man hat schließlich ein System, das man fast völlig frei an seine Bedürfnisse anpassen kann. Dies ist bei kommerziellen Systemen anders. Diese sind für eine breite Masse konzipiert und unterliegen den Zulassungsregulatorien. Nun ist die Dana I eine der wenigen Pumpen, die beide Systembereiche bedienen kann: das kommerzielle CamAps System und das Diy System AAPS. Das macht sie besonders interessant!

Die Dana I unterscheidet sich von der Dana RS im wesentlichen durch die Batterie. Während man bei der RS die spezielle kleine Batterie braucht, kommt die Dana I mit einer Standard AAA Batterie daher (hier sollte man auf eine qualitativ hochwertige Batterie achten!). Allerdings ist die Laufzeit im Loop mit ca. 15 bis 16 Tagen im Vergleich zu 40 bis 50 Tagen bei der RS deutlich geringer.

Durch den Unterschied in der Batterie sind Außenmaße und Gewicht der Dana I minimal größer. Das Gehäuse der Dana I wirkt hochwertiger und eleganter als das der RS. Die Dana I gibt es auch leider nur in der Farbe grau/schwarz.

Technische Details Dana I

  • Klein: 97 x 47 x 22 mm (inklusive Reservoirkappe)
  • Leicht: 86 g (inklusive Batterie)
  • Reservoir: 3,0 ml (300 I.E.)
  • Energieversorgung: Alkaline 1.5V – Batterie
  • DANA-I nutzt BT 5.0 (verbesserte Reichweite und verbesserte Cyber-Sicherheit)
  • DANA-I nutzt die UTC Zeit. (Beim Reiser über Zeitzonen hinweg, wird die Uhrzeit automatisch angepasst und IOB bleiben korrekt in der Anzeige und Berechnung)
  • DANA-I hat 24 anpassbare IC und ISF Werte.

Technische Details Dana RS

  • Klein: 92 x 45 x 20 mm (inklusive Reservoirkappe)
  • Leicht: 62 g (inklusive Batterie)
  • Energieversorgung: 3,6 V Lithium-Batterie

Aber: Unangenehm aufgefallen ist das Bedienfeld. Entgegen der Dana RS besteht dies nicht mehr aus einer gummierten Oberfläche sondern aus einem Hartkunststoff. Dieser Hartkunststoff hat den Nachteil, dass mit den Fingernägeln „Macken“ hineingedrückt werden können.

Äußerlich kann man noch feststellen, dass das Sichtfenster für das Reservoir größer ist, leider aber auch nicht mehr aus klarem, sondern etwas milchigem Plastik besteht. Das Ablesen der Reservoirmenge ist nicht besonders einfach, braucht man ja aber eigentlich auch nicht. Insbesondere ist das Ablesen kleinerer Reservoirmengen sehr schwierig, da es duch das Gehäuse verdeckt wird. Der Motor der Dana I scheint im Vergleich zur RS etwas lauter zu sein, was ggfs an dem größeren Reservoirfenster liegt, das nicht so gut den Schall isoliert.

Die Dana I hat ein deutlich besser lesbares Display als die RS es hatte.

Die Verschlüsse sind verändert worden. Während Reservoir und Batteriefach bei der RS noch einen Schraubverschluss hatten, gibt es hier nun eine Art Bajonett – Verschluss. Der Dana-Anschluss ist bei beiden identisch. Probleme gibt es hier damit, dass der Verschluss nicht fest genug sitzt, bzw keine “Einrastung” hat. Es gibt einige Berichte, dass sich der Verschluss beim Tragen gelöst hat. Auch hier ist das einmal passiert. Dies könnte zu einem Problem werden, wenn sich durch Ab- und Draufdrehen dies noch weiter lockern würde. NACHTRAG: Laut ime-dc sollte es eine deutliche Einrastung beim Schließen des Deckels geben. Es könnte sein, dass dies bei dieser, von mir getesteten Pumpe, ggfs fehlerhaft war (es handelte sich um eine Vorführpumpe). Das kann ich weder bestätigen noch ausschließen, da ich keinen Vergleich zu anderen Pumpen hatte.

Update: siehe unter Kommentaren!!! Der Verschluss wurde inzwischen überarbeitet und schließt nun perfekt und deutlicher sichtbar!

Der neue Easy-Setter für das Einstellen der Gewindestange ist ganz ok. Dummerweise benötigt er die Dana-Batterien, die man ja für die Pumpe nun gerade nicht mehr braucht. Er verbindet sich per Bluetooth mit der Pumpe, dreht beim Befüllen des Reservoirs die Gewindestange and die richtige Position und übertragt die Insulinmenge automatisch an die Pumpe. Dies funktioniert zuverlässig und präzise.

Angenehm aufgefallen ist bei der Dana I, dass sie das Reservoir komplett entleeren kann, während bei der RS, selbst bei Reservoir -leer-Alarm Test noch ca 20 IE im Reservoir verblieben sind. Die Gewindestange fährt sich auch nicht mehr fest, wenn das Reservoir bis zum Ende geleert wird – dies kann bei der RS schon mal passieren!

Ein weiterer Punkt, der positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ein angemessener Batterie-low-Alarm kommt, den man zunächst auch weg drücken kann.

Menusteuerung und Funktionen sind identisch geblieben.

Alles in allem eine gute Pumpe, die viel kann und sich perfekt sowohl mit kommerziellen als auch mit diy Loopsystemen nutzen lässt!

Dana I

4 thoughts on “Die Dana I im Test!

  1. Hi,

    eine Bemerkung zu:

    “Es gibt einige Berichte, dass sich der Verschluss beim Tragen gelöst hat. Auch hier ist das einmal passiert.”

    Man muss darauf achten, dass der Bajonettverschluss für das Reservoir nach dem Drehen, gegen den Uhrzeigesinn ‘einrastet’ (hörbar am KLICK). Danach ist ein ‘spontanes’ Öffnen auszuschließen, im Gegenteil, man bekommt es mit ‘feuchten’ Fingern weder auf noch zu (da hilft ein Papiertuch, um den Griff zu verstärken).
    Gruß
    Christoph

  2. Erstes Update auch vom ATTD2022 in Barcelona: ich habe dort Justin Walker getroffen und eine Dana I in der Hand gehalten, bei der der Verschluss deutlich besser zu schließen war. Er rastet mit einem eindeutigen “KLick” ein und hält auch fest und sicher! Darüber hinaus habe ich erfahren, und in echt gesehen, dass diese Stelle der Dana überarbeitet wurde! Der Verschluss ist nun deutlicher ablesbar, so dass die Auf- und Zu-Stellung eindeutig sichtbar ist!!! Danke Sooil für dieses Update!

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