Archives März 2020

Meine Erfahrungen mit dem Dexcom G6

In meinem Umfeld bekomme ich mit, dass es einige Menschen gibt, die viele Ausfälle mit dem Dexcom G6 haben – sei es, dass der Sensor oder der Transmitter ausfällt.

Ich nutze den Dexcom G6 seit Juli 2019 und stelle fest, das ich zum Glück keine Ausfälle habe. Bei mir laufen sowohl die Sensoren als auch die Transitier gut.

Da ich Spike nutze, bin ich natürlich bei den alten 80xxxx und 81xxxx Transmittiert hängen geblieben, so dass ich weiterhin die Sensoren und die Transmitter verlängern kann. In der Regel halten die Sensoren so 14 Tage und die Transmitter halten so 160 Tage.

Ivica ist so freundlich und erneuert die Transmitter-Batterien, wenn sie leer sind.

Spike berechnet die Zuckerwerte In-App, so dass ich daher den im Transmitter enthaltenen Algorithmus nicht nutze.

Wie ihr seht, werden alle wesentlichen Daten in Spike zur Verfügung gestellt.

Mit den alten Transmittiern, 80- und 81-Seriennummern, werden die Roh-Daten Spike zur Verfügung gestellt.
Nur mit diesen Roh-Daten kann Spike arbeiten.

Was mich erstaunt, ist, dass die Roh-Daten und die von Spike errechneten Daten sehr, sehr nahe beieinander liegen.

Die grünen Punkte sind die von Spike erechnten Zuckerwerte.

Nach 6 Tagen Laufzeit funktioniert mein Sensor noch stabil, die Datenübermittlung ist sauber.
Der Transmitter, den Ivica wieder flott gemacht hat, läuft bereits seit 56 Tagen problemlos.

Und hier seht ihr auch warum ich Spike nutze.
Spike stellt viele Informationen zur Verfügung – wesentlich mehr Informationen als die Dexcom-App.
Am erstaunlichsten finde ich, dass der GVI, der von Dexcom entwickelt wurde, in der Dexcom-App nicht angezeigt wird – oder ich habe die Anzeige nicht gefunden. Im Hauptbildschirm habe ich den GVI nicht entdeckt.

Ein Beweis für die Genauigkeit der gelieferten Roh-Daten sowie der von Spike errechnet Zuckerwerte erhalte ich quasi jeden Morgen mit der Kalibrierung.

Spike benötigt eine Kalibrierung alle 24 Stunden. Mit der Blutzuckermessung wird die In-App-Berechnung geeicht.

Wie ihr sehen könnt, lag der erechnete Wert bei 127,7 und die Blutzuckerwert bei 128.

Auch der von den Roh-Daten gelieferte Wert lag nahe am Blutzuckerwert.

Damit kann ich für mich festhalten, dass das Dexcom G6 für mich derzeit das beste CGM-System darstellt, weil es verdammt genaue Zuckerwerte liefert, die für das Loopen wichtig sind, da sie die Grundlage für jegliche Berechnung sind.

Als ich gestern die Screenshots für diesen Artikel gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass mein Verlauf doch ziemlich dem Kölner Dom ähnelt – zumindest im Umriss.

Da ich in Köln wohne, wage ich nun eine mutige These, dass die Umgebung, in der man lebt, einen Einfluss auf die Zuckerwerte hat:-)

Wie sehen denn eure Erfahrungen mit dem Dexcom G6 aus? Habt ihr Probleme, wenn ja welche?

Mein Fazit lautet, dass ich das G6 nur empfehlen kann. Seht ihr das genauso?


Weiterhin eine stressfreie Corona-Zeit und hoffentlich bleibt ihr Covid-19 frei bis zur Entwicklung eines Impfstoffs.

Wenn ihr helfen wollt, einen passenden Antikörper zu finden, empfehle ich euch Folding at Home. Die Stanford University nutzt freie CPU-Kapazitäten eures Rechners, um mögliche Antikörper-Proteine zu falten. Das kann die Entwicklung eines Impfstoffs beschleunigen.
Ich – beziehungsweise mein Rechner – falte bereits seit einer Woche:-)

Lucky Loop auf Twitter

Lucky Loop auf Twitter

Hallo zusammen, mit dem Lucky Loop Twitter Account möchten wir Themen sammeln, die für medizinisches Fachpersonal und Journalisten interessant sein können.

Um die Anzahl der Follower zu steigern und das Thema Loopen voran zu bringen, wäre es schön, wenn ihr, solltet ihr einen Twitter-Account haben, uns folgt und damit dafür sorgt, dass die Tweets so weit wie möglich verbreitet werden.

Unter @looplucky oder https://twitter.com/LoopLucky erreicht ihr unseren Twitter Account.

Wer mitzwitschern möchte, meldet sich bitte bei mir. Liebe Grüße Alen

#StayAtHome… und ein paar kleinere Folgen

Auf die vielen und verschiedenen Probleme, die wir derzeit mit dem Corona-Virus und seinen Folgen haben, möchte ich hier und jetzt gar nicht eingehen… darüber hören und lesen wir schon genug. 🤔

Ich sitze seit 10 Tagen in Eigenisolation aufgrund eines Besuches in Madrid, zu der Zeit, als dort alles los ging. Nun ja…zu Hause ist es ja auch schön… 🏡

Ich muss feststellen, dass Homeoffice 💻🖨📚 mal so überhaupt nicht mein Ding ist. Es fällt mir schwer, so lange am Schreibtisch zu sitzen und, im Vergleich zu meinem sonstigen Job, nun theoretisch zu arbeiten und (ja auch nötige) Konzeptarbeit zu machen.

Am meisten fehlt mir die Bewegung.🏃🏻‍♀️ Das bestätigt auch mein kleiner Freund, der Diabetes. 👹

Ich benötige deutlich mehr Insulin 💉 und musste meine Basalrate ganz schön hoch setzen💹⚠❗… da merkt man mal, was man im Alltag alles so leistet.

Ich bemühe mich zwar, mich auch m Haus immer mal zu bewegen – ist aber kein Vergleich zur Anstrengung im Job vor Ort! 👩🏻‍🏫 Da hilft auch nicht, ab und zu im Garten zu buddeln…

Geht es euch ähnlich? Oder habt ihr ganz andere Erfahrungen gemacht?

Ergänzung: Trotz täglicher Spaziergänge habe nun ein Corona Profil mit deutlich höherer Basalrate eingestellt, trotzdem prasseln smb auf mich ein…. Aus Verzweiflung habe ich heute mal Fenster geputzt… Es werde Licht 🌞😂… Und BZ geht mal etwas runter…⤵️

iOS Loop – Ausblick auf Version 2.1

iOS Loop – Ausblick auf Version 2.1

Ich finde es wichtig, gerade jetzt positive Entwicklungen aufzuzeigen. Ich bin wirklich ein Fan von iOS Loop und bin immer erstaunt, was für tolle Ideen umgesetzt werden.

Ich teste gerade Version 2.1 und bin vor allem von der neuen graphischen Umsetzung begeistert. Ich fahre voll auf den Strich ab;-).

Ein einfacher Strich vertikal gesetzt kann soviel Aussagekraft haben. Der Strich zeigt den Zustand zum jetzigen Zeitpunkt an.

Ein Zeitverlauf ist somit klar eingeführt und man kann erkennen, wie die Zuckervoraussage und wie die Insulin- und Kohlenhydrat-Absorbtion verlaufen werden.

Ich finde es toll. dass so einfache Sachen eine derart große Aussagekraft haben. Gratulation an die Person, der das eingefallen ist:-) Chapeau!

Ein weiteres sehr nützliches Tool ist die Einführung einer neuen Methode zur Fehlerbehebung.
Bisher musste man oft mühsame Schritte unternehmen, damit die Fehler behoben werden und der Loop wieder geschlossen wird..

Wir alle wissen, wie zeitaufwendig das sein kann, herauszufinden, welche Komponente nicht funktioniert, um den Loop zu schließen.

Mit der Einführung von Version 2.1 ist es nun möglich, auf den gelb markierten Kreis zu klicken, um die Fehler beheben zu lassen.

Die Fehlermeldung, die im oberen Bild angezeigt wird, wird auch bei Version 2.0 angezeigt.

Klickt man auf ok, kann man wie bisher die Fehlerbehebung selber in Angriff nehmen. Aber warum sollte man?

Das schöne neue Feature, das jetzt die Fehlerbehebung erleichtert, ist die Auswahl “Wiederholen”. Klickt man auf “Wiederholen”, werden alle notwendigen Threads neu angestoßen. Bisher hatte ich damit immer Erfolg, egal, welche Fehlermeldung angezeigt wurde.

Nach spätestens 10 Sekunden sind alle Threads wieder neu gestartet und der Loop-Ring wird wieder grün und der Fehler ist behoben. Magic😉

Das Schöne daran ist, es sieht einfach aus, aber der Programmieraufwand, der dahinter steckt, ist schon enorm. Wie bei vielen Dingen, die einfach aussehen, ist der dahintersteckende Aufwand meist sehr komplex.

Bisher war die Fehlerbehebung oft mühsam. Oft endete es damit, dass sowohl die Loop- als auch die CGM-App neu gestartet werden mussten – oder in manchen Fällen sogar das Smartphone neu gestartet werden musste.

Mit diesem Feature in der Fehlerbehebung macht es sogar richtig Spaß, den Fehler zu beheben, denn es bedarf nur einen Klick und die Sache läuft wieder rund.

Also vom meiner Seite aus – beide Daumen hoch!!!

Eine wirkliche Erleichterung in der Handhabung. Für mich, und wahrscheinlich auch für viele andere, eine wahre Erleichterung im täglichen Umgang mit dem Loopen.

Wer Lust hat, die Dev-Version zu testen, hier der Link.

Denkt bitte daran, dass ihr dann auch mindestens einmal pro Woche nachschaut, ob es neuer Versionen gibt, bei denen Bugs gefixt wurden.

Ansonsten freut euch auf die Version 2.1-Masterversion, in der das neue Fehlerbehebung-Feature sicherlich integriert sein wird.

Für die aufmerksamen unter euch; ihr habt bestimmt gesehen, dass ich die FreeAPS von Ivan Ivalkou nutze – und nicht die iOS Loop Version.
Ich nutze die Version wegen der Microbolus-Funktion, die mir das Leben sehr erleichtert.

Die AndroidAPS-Nutzer und -Nutzerinnen wissen diese Funktion sehr zu schätzen. Es sieht allerdings so aus, als würde die Funktion wohl nicht in Loop-Version 2.1 übernommen werden.

Mal schauen, wie die Entwicklung weitergeht. Ich fände es sehr gut. Es scheint jedoch unterschiedliche Ansichten über die Insulinzufuhr durch die iOS Loop App zu geben.

Den AndroidAPS-Fans brauche ich ja nicht zu erklären, wie gut diese Funktion ist, gerade um postprandiale Glukosesptzen (Klugscheißer-Deutsch;-) für: Zuckerwertspitzen nach Mahlzeiten) abzufangen.

Das Zusammenstellen der Loop-App ist mit Ivans Branch ein bisschen anspruchsvoller, aber auch kein Hexenwerk. Für alle, die den Branch ausprobieren möchten, hier der Link.

Bei Fragen zur Installation des Workspace könnt ihr euch gerne an mich wenden.

Auf jeden Fall hat Ivan seine Microbolus-Features erweitert und mit einigen Einstellungsmöglichkeiten versehen, die die automatische Abgabe von Microbli sicherer machen. Hier ein Screenshot der Einstellungsmöglichkeiten.

Ihr könnt einstellen, ob ihr die Microboli nur nach Mahlzeiten einschalten wollt oder ob die Korrekturen 24 stundenlang erfolgen sollen.

Bei der Partial Bolus Application Einstellung könnt ihr festlegen, wieviel des vorgeschlagenen Korrekturboluses abgegeben werden sollen. Bei mir derzeit 50%, das reicht aus, um meine Haribo-Spitzen gut abzufangen.

Die Einstellung Basal Rate Multipler legt fest, mit welchem Faktor die Basalrate zur Korrektur herangezogen werden soll.

Ich habe mich für mein maximales Basalratenlimit entschieden, da der Algorithmus ja ursprünglich so angelegt wurde, die Korrektur der Zuckerwerte über die Erhöhung oder Senkung der Basalte zu steuern.

Voreingestellt, nach dem Erstellen der App, ist das maximale Basalratenlimit.

Für die Experimentierfreudigen lohnt es sich, mit den Einstellungen ein bisschen herumzuspielen. Das habe ich auch gemacht und fand es echt witzig, wie sich das Verhalten der App ändert.

Aber das ist mehr ein Spiel als wirklich gutes Diabetesmanagement. Ich hatte eine Weile den Faktor x1 eingestellt, das heißt, das die Basalrate entweder gegeben wurde oder ganz ausgeschaltet wurde, also ein 1-0-Binärmuster. Die Korrekturen liefen dann Komplet über den Microbolus…..

Da das aber gegen den Grundalgorithmus der App läuft, bin ich zu der Voreinstellung wieder zurückgekehrt;-)

Euch allen noch eine möglichst angenehme und stressfreie Corona-Zeit und bleibt gesund:-)


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