TIR – nicht das LKW Symbol für Transports Internationaux Routiers

Time in Range oder TIR ist ein zusätzlicher Messwert, der uns allen im Diabetesmanagement hilft.

Die konstante Glukosemessung – mit welchem System auch immer – ermöglicht es uns, die Anzahl aller Glukosewerte im Zielbereich zu bestimmen.
Empfehlenswert ist der Zielbereich zwischen 70 mg/dl und 180 mg/dl – der Zielbereich, oder die Range, in dem die Glukosewerte auch bei Nich-Diabetikern schwanken, nur dass Nicht-Diabetiker selten ihre Glukosewerte im Auge haben.

Ich finde die TIR als gute Ergänzung zum HbA1c, denn damit haben wir ein gutes Set an Messwerten, die uns helfen, unseren Diabetes gut einzustellen. Der HbA1c gibt die Konzentration der angelagerten Glukoseteilchen am Hämoglobin über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten an.
Warum 2-3 Monate? Das ist die durchschnittliche Lebensdauer der roten Blutkörperchen.

Der HbA1c sagt wenig über die Glukoseschwankung aus. Mit vielen Hypes kann. man ebenfalls einen guten HbA1c haben.
Als ich noch mit dem Pen gespritzt habe, hatte ich eine Schwankungsbreite von 30 mg/dl – 400 mg/dl und vermeintlich gute HbA1c-Werte zwischen 6,5% und 7,5%.

Seitdem ich loope liegt mein HbA1c zwischen 5,4%. und 6,2%, mit einer TIR zwischen 70% und 90%. Aber beim Loopen ist die Anzahl meiner Hypos bedeutend zurückgegangen, vor allem habe ich keine schweren Hypes mehr, yeah👍👍👍

Zum Erreichen der TIR gibt es noch zwei weitere Kennziffern, den Glykämischen Variabilitäts Index (GVI) sowie den Persönlichen Glykämischen Status (PGS).

Wenn man sich die Glukosekurven, die wir heute alle mit unseren CGM-Apps täglich sehen, als eine Schnur oder Linie vorstellt, gibt der GVI an, wie lang die Schnur oder die Linie ist. Je kürzer die Linie, umso besser, denn damit hat man weniger Glukoseschwankungen.

Der PGS ist eine Addition verschiedener Messwerte: mittlerer Glukosewert + GVI + TIR + Anzahl Hypos mit einem Wert unter 54 mg/dl pro Woche

Der PGS ist damit eine gute Kennziffer, ob der Diabetes gut eingestellt ist oder ob Verbesserungspotential vorliegt.

Die Normwerte für den GVI und PGS findet ihr in der beigefügten PowerPoint-Präsentation am Ende des Beitrags…..

Letzten Endes bedeutet ein gutes Diabetesmanagement sehr viel Mathematik, insbesondere rechnen, rechnen, rechnen

. Daher ist es mehr als sinnvoll, dass wir das Rechnen unseren Loop-Apps überlassen, denn die Apps können das besser als wir – vor allem fehlerfrei😁😁😁

20200430_TIR

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Mama ist die Beste:-)

Manchmal sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte…..

Coronabedingt muss Caroline wohl momentan mit ihrer Tochter basteln – scheint laut Foto nicht so gut zu klappen:-)

Was Caroline ihrer Tochter ermöglicht hat, ist das Loopen mit AAPS – und das ist wirklich das Beste, was Caroline für ihre Tochter tun konnte.

Ich habe Diabetes mit 10 Jahren bekommen und wäre mehr als froh gewesen, wenn es 1986 bereits so etwas wie das Loopen gegeben hätte.

Von meiner Seite aus – Chapeau an Caroline für ihr Engagement und an ihre Tochter, dass sie der Mama dafür dankbar ist:-)

Und was das Basteln angeht, kann ich Caroline vollkommen verstehen – Kleber und Schere sind für meine Hände irgendwie nicht bestimmt:-)

Hier sind zwei Erfahrungsberichte von Caroline zum Thema Loopen:

Close loop für meine Tochter (8) – ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht

Es waren einmal…

Entschleunigen…..

Ich hätte nie gedacht, dass Entschleunigung so viel bewirkt……

In den letzten Wochen, seit der auferlegten, coronabedingten Zwangspause, habe ich Wundersames festgestellt.

Ein paar Anpassungen in der Basalrate habe ich vorgenommen – abends etwas hochgefahren und morgens etwas heruntergefahren.

Leider hatte ich Pech mit meiner CGM-App Spike, die nachtsüber in der letzten Zeit immer öfters ausgefallen ist, so dass ich jetzt doch zähneknirschend bei der offiziellen Dexcom-App gelandet bin.

Was kann ich feststellen. Bis auf die nächtlichen Entgleisungen wegen dem Ausfall der App und einigen mitternächtlichen Heißhungerattacken, bewegen sich meine Zuckerwerte überwiegend in meinem Normbereich zwischen 70mg/dl und 180 mg/dl. Vor allem tagsüber laufe ich ziemlich stabil – ohne nennenswerte Hyos. Auch nach dem Essen steigen meine Werte auf höchstens 180 mg/dl an, obwohl ich meinen Konsum an Süßigkeiten erhöht habe…..

Anscheinend tut das lange Herumsitzen am heimischen Rechner für meinem Zuckerverlauf gut zu tun. Warum ist das so?

Der wesentliche Faktor ist wohl, dass ich viel mehr Zeit darauf verwenden kann, meine Zuckerwerte zu beobachten und korrigierend einzugreifen. Dennoch stelle ich überraschenderweise ebenso fest:

es fallen viele stressbedingte Faktoren, die eine erhöhte Hormonausschüttungen von Cortisol oder Adrenalin bedingen, weg, die den Zuckerverlauf tagsüber wohl stärker beeinflussen, als ich dachte.

Und ich denke, wir alle haben bereits festgestellt, dass hormonbedingte Zuckeränderungen durch das Loopen schwer abgefangen werden können.

Irgendwie fühle ich eine Ruhe, die ich sonst nicht kenne. Alles um mich herum ist quasi still, obwohl ich mitten in der Stadt wohne. Eine Grundspannung, die ich tagsüber normalerweise fühle und wahrnehme, ist weggefallen.

Ich finde das paradox, denn folge ich den Nachrichten und den TV-Talkshows, scheinen viele Menschen von Corona, dem Kontaktverbot, der damit verbundenen häuslichen Enge gestresst zu sein. Da scheine ich anders zu ticken…. nein, nicht ganz:-)

Mir tut diese Langeweile gut. Nichts desto trotz wünsche ich mir das normale, auch stressige Leben zurück, denn diese Ruhe fühlt sich irgendwie gruselig und surreal an.

Hier bewahrheitet sich der Spruch: No risk, no fun.

Was ich als Lehre daraus für mich ziehe.

Eine gut Balance zwischen Spannung und Entspannung zu finden, wird beim Beschleunigen des Lebens eine wichtige Aufgabe sein, um mir und meinen Zuckerten etwas gutes zu tun.

Bin gespannt, ob es klappt:-)

Meine Erfahrungen mit dem Dexcom G6

In meinem Umfeld bekomme ich mit, dass es einige Menschen gibt, die viele Ausfälle mit dem Dexcom G6 haben – sei es, dass der Sensor oder der Transmitter ausfällt.

Ich nutze den Dexcom G6 seit Juli 2019 und stelle fest, das ich zum Glück keine Ausfälle habe. Bei mir laufen sowohl die Sensoren als auch die Transitier gut.

Da ich Spike nutze, bin ich natürlich bei den alten 80xxxx und 81xxxx Transmittiert hängen geblieben, so dass ich weiterhin die Sensoren und die Transmitter verlängern kann. In der Regel halten die Sensoren so 14 Tage und die Transmitter halten so 160 Tage.

Ivica ist so freundlich und erneuert die Transmitter-Batterien, wenn sie leer sind.

Spike berechnet die Zuckerwerte In-App, so dass ich daher den im Transmitter enthaltenen Algorithmus nicht nutze.

Wie ihr seht, werden alle wesentlichen Daten in Spike zur Verfügung gestellt.

Mit den alten Transmittiern, 80- und 81-Seriennummern, werden die Roh-Daten Spike zur Verfügung gestellt.
Nur mit diesen Roh-Daten kann Spike arbeiten.

Was mich erstaunt, ist, dass die Roh-Daten und die von Spike errechneten Daten sehr, sehr nahe beieinander liegen.

Die grünen Punkte sind die von Spike erechnten Zuckerwerte.

Nach 6 Tagen Laufzeit funktioniert mein Sensor noch stabil, die Datenübermittlung ist sauber.
Der Transmitter, den Ivica wieder flott gemacht hat, läuft bereits seit 56 Tagen problemlos.

Und hier seht ihr auch warum ich Spike nutze.
Spike stellt viele Informationen zur Verfügung – wesentlich mehr Informationen als die Dexcom-App.
Am erstaunlichsten finde ich, dass der GVI, der von Dexcom entwickelt wurde, in der Dexcom-App nicht angezeigt wird – oder ich habe die Anzeige nicht gefunden. Im Hauptbildschirm habe ich den GVI nicht entdeckt.

Ein Beweis für die Genauigkeit der gelieferten Roh-Daten sowie der von Spike errechnet Zuckerwerte erhalte ich quasi jeden Morgen mit der Kalibrierung.

Spike benötigt eine Kalibrierung alle 24 Stunden. Mit der Blutzuckermessung wird die In-App-Berechnung geeicht.

Wie ihr sehen könnt, lag der erechnete Wert bei 127,7 und die Blutzuckerwert bei 128.

Auch der von den Roh-Daten gelieferte Wert lag nahe am Blutzuckerwert.

Damit kann ich für mich festhalten, dass das Dexcom G6 für mich derzeit das beste CGM-System darstellt, weil es verdammt genaue Zuckerwerte liefert, die für das Loopen wichtig sind, da sie die Grundlage für jegliche Berechnung sind.

Als ich gestern die Screenshots für diesen Artikel gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass mein Verlauf doch ziemlich dem Kölner Dom ähnelt – zumindest im Umriss.

Da ich in Köln wohne, wage ich nun eine mutige These, dass die Umgebung, in der man lebt, einen Einfluss auf die Zuckerwerte hat:-)

Wie sehen denn eure Erfahrungen mit dem Dexcom G6 aus? Habt ihr Probleme, wenn ja welche?

Mein Fazit lautet, dass ich das G6 nur empfehlen kann. Seht ihr das genauso?


Weiterhin eine stressfreie Corona-Zeit und hoffentlich bleibt ihr Covid-19 frei bis zur Entwicklung eines Impfstoffs.

Wenn ihr helfen wollt, einen passenden Antikörper zu finden, empfehle ich euch Folding at Home. Die Stanford University nutzt freie CPU-Kapazitäten eures Rechners, um mögliche Antikörper-Proteine zu falten. Das kann die Entwicklung eines Impfstoffs beschleunigen.
Ich – beziehungsweise mein Rechner – falte bereits seit einer Woche:-)

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