Meine Erfahrungen bisher mit Lyumjev

Meine Erfahrungen bisher mit Lyumjev

Also, bevor ich in meinen Erfahrungsbericht einsteige, bin ich mal gespannt, wer auf diesen Namen gekommen ist.

Umständlicher kann ein Produktname nicht sein, vor allem dazu noch die Schreibweise. Klar, der Name Lyumjev prägt sich ein, aber man muss den Namen mindestens 10 mal schreiben, bis man die Schreibweise draufhat…..

Dieser Erfahrungsbericht ist bisher nur ein erster Eindruck. Ich bin gespannt, ob sich vielleicht mit der Zeit auch Negatives finden lässt, bisher bin ich sehr überzeugt von Lyumjev.

Je nach Form und Disziplin lag ich als insulinresistenter Typ 1er mit meiner Time in Range so zwischen 75% und 85%, wenn es gut lief bei 90%. Ich nutze den Auto-Bolus-Branch von iOS-Loop mit dem Dexcom G6.

Time in Range bei 96%

Und schwuppdiwupps, seit ich Lyumjev angefangen habe zu nutzen, liege ich mit meiner Time in Range durchschnittlich bei 96%.

Ich bin gespannt, ob das nur von der Insulinwirkung oder der Motivation sich mit dem Thema Diabetes zu beschäftigen herrührt. Vielleicht auch beides?
Sollte sich der Wert über mehrere Monate bei 95% einpendeln, ist das für mich ein klarer Hinweis, dass die Wirksamkeit von Lyumjev besser als die von Fiasp ist, das ich bisher genutzt habe.

Sollte es allerdings wieder auf die alten Time in Range Werte abfallen, dann denke ich, war es meine Motivation, die meine Zuckerwerte größtenteils im Normbereich hält…. ich bin gespannt und ich werde in einige Worten einen Kommentar hinterlassen:-)

Time in Range der letzten 6 Tage

Warum ist eine gute Time in Range so wichtig?

Die Wahrscheinlichkeit für Spätschäden sinkt, je geringer die Zuckerschwankungen im Blut und Gewebe sind. Da ich bereits an einer Retinopathie, die zum Glück nicht mehr fortschreitet, leide, finde ich den Erfolg von Lyumjev bisher erstaunlich.

Fast wie geheilt, oder wie ein Typ 1 Leidensgenosse Mals sagte: “Das muss weg!”, bezugnehmend auf den Diabetes. Ich würde sagen, mit Loop und Lyumjev ist der Diabetes beinahe weg:-)

Ich bin auch auf die Dauer-Wirkung der Zusatzstoffe Citrat und Treprostinil gespannt, mal schauen, ob sich da auf längere Zeit eine blutdrucksenkende Wirkung feststellen lässt.

Inreda erhält CE – Zertifizierung

Inreda erhält CE – Zertifizierung

Für die wenigen unter euch, die von der Inreda Artificial Pankreas noch nichts gehört haben, anbei ein Link zu einem älteren Artikel, in dem die Broschüre als pdf angehängt ist:
https://luckyloop.koeln/kuenstliche-pankreas-von-inreda/

Nun kann die künstliche Bauchspeicheldrüse in den Vertrieb gehen. Der Vertrieb soll langsam starten, indem kleine Gruppen erwachsener Typ Diabetiker schrittweise die künstliche Bauchspeicheldrüse erhalten.

Die Einführung der Pumpe erfolgt zunächst ausschließlich in den Niederlanden. Die diabetologischen Praxen verordnen die Pumpe und man erhält im Krankenhaus ein Trainingsprogramm, um die Funktionsweise der künstlichen Bauchspeicheldrüse zu erlernen.

Die Pumpe verwendet sich selbst-optimierende Algorithmen. Daher gibt es stete Lernphasen für die Pumpe. Im Trainingsprogramm lernt man mit dieser neuen Funktionalität umzugehen.

Mehr erfahrt ihr hier: https://inredadiabetic.nl/en/news/newsletter-edition-2-2020/

Hypo Stories

Seit nunmehr zwei Jahren loope ich. In der letzten Zeit habe ich dem Loop freie Hand gelassen und festgestellt, dass die Anzahl meiner Hypos erheblich abgenommen hat.

Was mir dabei eingefallen ist, dass ich unter Hypos früher doch teilweise verrückte Sachen gemacht habe. Nicht dass ich Hypos gut finde. Ich erinnere mich, wie ich mich oft in einer Hypo gefühlt habe – ein Gefühl als würde man neben sich stehen. Ich wusste, dass ich essen musste, jedoch war ich wie in einem Gefängnis gefangen und habe erst reagiert, als der Heißhunger eingesetzt hat oder mich jemand zum essen gezwungen hat.

Anbei nun ein paar verrückte Geschichten unter Hypoeinfluss. Ich denke, viele von uns haben solche Geschichten erlebt und überlebt.

Am schlimmsten waren die nächtlichen Hypos, die nun zum Glück der Vergangenheit angehören. Eines Nachts bin ich aufgewacht, nachdem ich einen komischen Alptraum hatte, in dem sich die ganze Welt auflöste und wieder von selbst errichtete. Ein Traum in 3D, ich sah die Erdkugel und wie sich alles röhrenförmig auflöste und wieder errichtete. Ich dachte, wow, wie kann das denn gehen….

Als ich wach wurde, stand nichts neben dem Bett, also musste ich aufstehen und in die Küche gehen. Leichter gesagt als getan. Mein Geist war willig, doch mein Körper zu schwach. Meine Versuche aufzustehen waren erfolglos. Das Einzige, was übrig blieb, war aus dem Bett zu purzeln und in die Küche zu krabbeln. Der Weg in die Küche erschien mir ewig lang….

Als ich dann die Cola ansetzte, ein paar Schlücke trank, setzte dann der Heißhunger ein. Wenn ich mir das heute bildlich vorstelle, muss ich schmunzeln, wie das wohl ausgehen hat. Vor allem schmunzle ich, weil ich seit nunmehr 2 Jahren nachts komplett hypofrei bin!

Das Skurilste, was ich in einer Hypo mal gemacht habe, ist einen Flug nach London zu buchen. Ich habe erst davon erfahren, als ich die Mail zum Einchecken erhalten habe. Als ich die Mail erhielt, kamen bits and pieces des Buchungsvorgangs wieder ins Gedächtnis.

Was ich erstaunlich finde, dass im Gehirn einige Routinen so fest sitzen, dass ich wirklich einen Hin- und Rückflug gebucht habe. Vor allem habe ich den Hinflug auf einen Freitagnachmittag und den Rückflug auf einen Sonntagnachmittag gelegt….. Wie ich den Flug mit meiner Kreditkarte bezahlt habe, bleibt ein Geheimnis, denn das ist doch wirklich komplex, wenn man den Zustand einer Hypo zu Grunde legt.

Nun stand ich da und brauchte noch ein Hotelzimmer, was in Anbetracht der kurzen Vorlaufzeit relativ teuer war. Es war ein schönes, entspanntes Wochenende. So bin ich auf London City Suites gekommen, ein schönes Hotel in der Nähe der Liverpool Street Station:-)

Der ungewöhnlichste Ort einer Hypo war definitiv die Toilette. Als ich auf Toilette saß, muss ich sehr rasch das Bewusstsein verloren habe. Als ich aufwachte, standen sechs Menschen um mich herum, die Glukose-Infusion im Arm und ich saß noch auf Toilette. Das Bild werde ich auch nie vergessen, denn es ist schon merkwürdig, sechs fremde Menschen um sich stehen zu sehen, während man auf der Toilette sitzt.

Die gefährlichste Situation war, als mich eine Hypo wieder sehr rasch erwischte, ohne, dass ich die Anzeichen vorher gemerkt hatte. Ich war bei einem Abendessen, hatte ein paar Gläser Wein getrunken. Auf dem Weg nach Hause bin ich dann bewusstlos geworden. Mein Pech war, dass ich auf der Straße bewusstlos geworden bin. Mein Glück war, dass ein älterer Herr mich gesehen hat und den Rettungswagen gerufen hat. Das habe ich später im Rettungswagen erfahren. Ich weiß nicht, wer der ältere Herr ist, aber ich möchte ihm hiermit meinen herzlichsten Dank aussprechen, dass er so gut reagiert hat und sich mutig vor mich gestellt hat, damit mich kein Auto überfährt. Diesem Menschen, den ich nie kennengelernt habe und nie kennenlernen werde, verdanke ich wirklich mein Leben. Auch den Rettungskräften und Notärzten möchte ich meinen Dank aussprechen, da sie so einen verantwortungsvollen Job machen, und tagtäglich viele Leben retten.

Diese rasch einsetzenden Hypos – die Hypopeitschen – erfolgten alle unter der ICT. Am zähesten waren die Hypos, die durch Lantus verursacht wurden. Sie kamen langsam und verursachten das oben beschriebene Gefühl, dass man neben sich steht.

2005 studierte und lebe ich in Madrid, als mich so eine Lantus-Hypo ereilte. Ich weiß noch, das ich dachte, hmmm, du hast eine Unterzuckerung und musst was essen. Aber ich konnte nichts zu mir nehmen, es war wie eine Sperre, den Traubenzucker zu nehmen…. Ich lief somit über 2 Stunden in meinem Barrio herum, lief mehrere Male an meiner Haustür vorbei, mit dem Gedanken, geh doch nach Hause. Aber auch das vermochte ich nicht, irgendwie war es ein Gefühl von “auf Wattewölkchen-Gehen”. Aus heutiger Sicht, war das auch der Antrieb, den Zustand anhalten zu wollen…

Aus so einer Hypo und aus dieser Schleife herauszukommen war schwierig. Am schlimmsten und unverzeihlichsten fand ich es, wenn ich aggressiv reagiert habe. Eine Reaktion des Gehirns, aber eine Seite, die meinem Wesen sonst eher nicht entspricht.

Nun bin ich zum Glück in einer anderen Schleife, dem Loop. Caro hat den perfekten Namen gefunden – Lucky Loop. Diese Hypo-Stories gehören der Vergangenheit an und ich bin mir sicher, dass sie sich nicht mehr wiederholen werden. Dennoch haben sich – aus heutiger Sicht – auch etwas Amüsantes und erklären, warum einige Verrücktheiten bis heute überlebt haben, denn es ist ein Reichtum an Erfahrungen, die man ohne die Hypos nicht gemacht hatte.

Es hat mich gelehrt, dass an allem sowohl was Negatives als auch Positives steckt! Ich weiß, dass etwas verrückt zu sein hilft, die strenge Uniformität unseres heutigen Lebens zu durchbrechen…..

Wie sieht es denn mit euren Hypo Stories aus?

TIR – nicht das LKW Symbol für Transports Internationaux Routiers

Time in Range oder TIR ist ein zusätzlicher Messwert, der uns allen im Diabetesmanagement hilft.

Die konstante Glukosemessung – mit welchem System auch immer – ermöglicht es uns, die Anzahl aller Glukosewerte im Zielbereich zu bestimmen.
Empfehlenswert ist der Zielbereich zwischen 70 mg/dl und 180 mg/dl – der Zielbereich, oder die Range, in dem die Glukosewerte auch bei Nich-Diabetikern schwanken, nur dass Nicht-Diabetiker selten ihre Glukosewerte im Auge haben.

Ich finde die TIR als gute Ergänzung zum HbA1c, denn damit haben wir ein gutes Set an Messwerten, die uns helfen, unseren Diabetes gut einzustellen. Der HbA1c gibt die Konzentration der angelagerten Glukoseteilchen am Hämoglobin über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten an.
Warum 2-3 Monate? Das ist die durchschnittliche Lebensdauer der roten Blutkörperchen.

Der HbA1c sagt wenig über die Glukoseschwankung aus. Mit vielen Hypes kann. man ebenfalls einen guten HbA1c haben.
Als ich noch mit dem Pen gespritzt habe, hatte ich eine Schwankungsbreite von 30 mg/dl – 400 mg/dl und vermeintlich gute HbA1c-Werte zwischen 6,5% und 7,5%.

Seitdem ich loope liegt mein HbA1c zwischen 5,4%. und 6,2%, mit einer TIR zwischen 70% und 90%. Aber beim Loopen ist die Anzahl meiner Hypos bedeutend zurückgegangen, vor allem habe ich keine schweren Hypes mehr, yeah👍👍👍

Zum Erreichen der TIR gibt es noch zwei weitere Kennziffern, den Glykämischen Variabilitäts Index (GVI) sowie den Persönlichen Glykämischen Status (PGS).

Wenn man sich die Glukosekurven, die wir heute alle mit unseren CGM-Apps täglich sehen, als eine Schnur oder Linie vorstellt, gibt der GVI an, wie lang die Schnur oder die Linie ist. Je kürzer die Linie, umso besser, denn damit hat man weniger Glukoseschwankungen.

Der PGS ist eine Addition verschiedener Messwerte: mittlerer Glukosewert + GVI + TIR + Anzahl Hypos mit einem Wert unter 54 mg/dl pro Woche

Der PGS ist damit eine gute Kennziffer, ob der Diabetes gut eingestellt ist oder ob Verbesserungspotential vorliegt.

Die Normwerte für den GVI und PGS findet ihr in der beigefügten PowerPoint-Präsentation am Ende des Beitrags…..

Letzten Endes bedeutet ein gutes Diabetesmanagement sehr viel Mathematik, insbesondere rechnen, rechnen, rechnen

. Daher ist es mehr als sinnvoll, dass wir das Rechnen unseren Loop-Apps überlassen, denn die Apps können das besser als wir – vor allem fehlerfrei😁😁😁

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Mama ist die Beste:-)

Manchmal sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte…..

Coronabedingt muss Caroline wohl momentan mit ihrer Tochter basteln – scheint laut Foto nicht so gut zu klappen:-)

Was Caroline ihrer Tochter ermöglicht hat, ist das Loopen mit AAPS – und das ist wirklich das Beste, was Caroline für ihre Tochter tun konnte.

Ich habe Diabetes mit 10 Jahren bekommen und wäre mehr als froh gewesen, wenn es 1986 bereits so etwas wie das Loopen gegeben hätte.

Von meiner Seite aus – Chapeau an Caroline für ihr Engagement und an ihre Tochter, dass sie der Mama dafür dankbar ist:-)

Und was das Basteln angeht, kann ich Caroline vollkommen verstehen – Kleber und Schere sind für meine Hände irgendwie nicht bestimmt:-)

Hier sind zwei Erfahrungsberichte von Caroline zum Thema Loopen:

Close loop für meine Tochter (8) – ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht

Es waren einmal…


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